Wanderer und Pensionäre weg von der Strasse!

4. Juni 2009

Im Berufsverkehr im Stau zu stehen macht keinen Spass. Aber noch weniger Spass macht es, Verkehrsteilnehmer in den Zeiten des Berufsverkehrs auf der Strasse zu sehen, die nicht unbedingt dann unterwegs sein müssten.

Als Arbeitnehmer hat man keine grosse Chance, auszuweichen. Man muss gewisse Blockzeiten einhalten. Aber ich sehe immer häufiger zwischen 7.00 h und 9.00 h folgende Leute auf der Strasse:

  • Pensionierte: Ihres Alters wegen leicht zu erkennen. Verstopfen nicht nur unnötigerweise die Strasse, sondern fahren auch noch gefährlich unsicher und oft zu langsam, d.h. sind regelrechte Verkehrshindernisse
  • Asylbewerber: Ein Auto voll mit zwei fremdländisch aussehenden Herren und zwei bis drei Damen in Kopftüchern macht auch nicht gerade den Eindruck, auf dem Arbeitsweg zu sein…
  • Arbeitslose/Freizeitverkehr: Schwieriger vom restlichen Verkehr zu differenzieren. Aber das fröhliche Wandergrüppchen kann man immer noch an ihren Kleidern vom Berufspendler unterscheiden

Für all diese Leute sollte im Berufsverkehr am Morgen wie auch am Abend Fahrverbot gelten. Das würde die Strassen für den Berufsverkehr entscheidend entlasten. Der Rentner kann seine Einkäufe ja auch zwischen 10 Uhr und 15 Uhr machen, wenn die anderen am Arbeiten sind (-> was zudem auch die Warteschlange am Abend an der Kasse der Läden verkürzt). Und das Wandergrüppchen soll ruhig entweder früh raus oder dann halt gerade etwas später, nach dem Berufsverkehr.

Für einmal dürften mich da auch die Bahnpendler verstehen, dort scheint es das Problem ja auch zu geben, dass Leute, die nicht zwingend unterwegs sein müssten, den Berufspendlern die letzten Sitzplätze wegschnappen.


Linke gefährden Sicherheit auf der Strasse

19. Mai 2009

Der Zürcher Kantonsrat hat gestern entschieden, dass künftig die Gemeinden das Hoheitsrecht über Fussgängerstreifen haben sollen, und nicht mehr die Kantonspolizei. Als Grund wird angefügt, dass die Kantonspolizei zu restriktiv sei bei der Bewilligung von Fussgängerstreifen. Sie gewichte die Gewährleistung eines flüssigen Verkehrsflusses höher.

Ich kann da der Kantonspolizei nur zustimmen. Wenn inskünftig in jeder Gemeinde alle paar Meter ein Fussgängerstreifen ist, auf dem die Fussgänger Vortritt haben und sowieso unachtsam auf diesen hinauslaufen, dann ist es vorbei mit flüssigem Verkehr. Dann haben wir Stau in allen Gemeinden, dauernd. Ob das die Wohn- und Lebensqualität heben wird, bezweifle ich.

Man kann ja die Strasse mit der gebotenen Vorsicht auch ohne Vorhandensein eines Fussgängerstreifens überqueren. Der Fussgängerstreifen stellt an exponierten Orten ja sowieso nur eine Schein-Sicherheit für den Benutzer dar. Wo die Autofahrer z.B. aufgrund der Sichtverhältnisse nicht mehr rechtzeitig bremsen können, bringt ein Fussgängerstreifen wenig. Die Polizei war bisher dafür besorgt, dass die Fussgängerstreifen nicht so angebracht wurden oder entfernt wurden, was die Sicherheit erhöhte und die Anzahl Unfälle verringerte. Ich denke nicht, dass die Gemeindebehörden überall mit dieser Umsicht und schon gar nicht mit dieser Konsistenz planen werden…

Und wer war für diesen kurzsichtigen Entscheid im Kantonsrat verantwortlich? Die Linken mit Hilfe der CVP. Dagegen haben sich geschlossen die FDP und die SVP gestellt. Liebe Autofahrer, berücksichtigt dies bitte. Wählt bei den nächsten Wahlen nur FDP oder auch SVP. Für mehr Sicherheit und Freiheit – auch auf der Strasse!


Absurd – Leere Busse blockieren den Verkehr!

21. April 2009

Eine Absurdität sondergleichen habe ich heute festgestellt. Es ist ja schon ungerecht, wenn Busse an sich separate Spuren haben und Ampeln für die übrigen Verkehrsteilnehmer auf rot stellen können. Warum sollte eine Person die im Bus sitzt gegenüber einer Person die im Auto sitzt bevorzugt behandelt werden? Umsomehr, weil der Autofahrer für seine Kosten selber aufkommt und erst noch den Busfahrer via Mineralölsteuer quersubventioniert…

Aber heute habe ich festgestellt, dass auch leere Busse, die auf „Dienstfahrt“ sind, die Busspur nutzen und den übrigen Verkehr aufhalten, indem Kreuzungen für alle anderen Verkehrsteilnehmer blockiert werden mit einer roten Ampel. Solches Gebahren ist absolut inakzeptabel und sollte mit einem Hupkonzert der Autofahrer quittiert werden – als Protest.


Unglaublich ungenaue Staumeldungen im Radio

1. April 2009

Heute morgen, 8.00 h, Staumeldungen im Radio: A1 vom Baregg-Tunnel bis zum Autobahnkreuz Verzweigung Limmattal, 15 Kilometer Stau.

Auch heute Morgen, 8.00 h, auf genau dieser Autobahn. Vom Baregg bis Dietikon freie Fahrt. Dann 4 Kilometer Stau vor dem Gubristtunnel.

Aber: Wegen der falschen Staumeldung verlassen alle panikartig die Autobahn. Vor den Autobahnausfahrten kommt es zu gefährlichen Rückstaus bis in die Autobahn hinein. Die Hauptstrassen im Furttal und im Limmattal sind verstopft, etc.

Die Staumeldungen müssten endlich mal genauer werden, es müssten Sensoren in die Leitplanken eingebaut werden und die Navigationssysteme müssten verlässliche Staudaten liefern. So einfach wäre es Folgeunfälle zu verhindern. Das wäre doch auch ein Stück „Vision zero“ oder „Via Sicura“, lieber Herr Bundesrat Leuenberger…


Vorsicht bei Mobility-Fahrern

11. März 2009

In letzter Zeit ist mir das häufig aufgefallen: Fahrer von Mietwagen, z.B. von den unverkennbaren, roten Mobility-Fahrzeugen, fahren gefährlich.

Da gibt es welche, die auf unübersichtlichen Strassenabschnitten beinahe stillstehen, solche, die bei Abzweigungen mehrere Fahrspuren belegend ganze Kreuzungen blockieren. Andere bekunden grösste Mühe beim Parkieren, vor allem wenn dies seitwärts geschehen soll. Wieder andere trauen sich offenbar nicht, die auf Autobahnen übliche und angezeigte Geschwindigkeit zu fahren oder sind bei dichtem Verkehr und vielen Ampeln schlicht überfordert.

Das ganze wird wohl mit einer fehlenden Fahrpraxis zu tun haben, oder auch damit, dass die Führerprüfung schon eine schöne Zeit zurückliegt und die betreffenden Fahrer sich weder durch genügend Fahrpraxis noch durch Erinnerung der Verkehrsregeln bewusst sind.

Anstatt die Autofahrer pauschal zu Wiederholungskursen zu senden, wie das u.a. auch Via Sicura fordert, würde man besser die Fahrpraxis (z.B. gefahrene Kilometer pro Jahr) ansehen und nur die zum Fahrtraining senden, die keine genügende Praxis aufweisen (ähnlich wie bei Piloten). Das würde die Strassen effektiv sicherer machen…


Abschaffung von 45 km/h-Autos

3. März 2009

In Via Sicura Massnahme 209, Verbesserung der Sichtbarkeit aller Fahrzeuge, heisst es: Der Bundesrat hat mit Beschluss vom 16. Januar 2008 in der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS75) vorgeschrieben, dass Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h mit einer Heckmarkierungstafel auszurüsten sind.

Dies Heckmarkierungstafel ist ja gut und recht. Meiner Meinung nach sollte man aber mal überprüfen, ob man Autos mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit überhaupt zulassen soll, oder wofür man diese Kategorie überhaupt braucht?

Wenn man die Verkehrssicherheit erhöhen will, sollte man diese Kategorie ganz aufheben. Immer wieder kommt es nämlich zu haarsträubenden Überholmanövern oder unvermittelten Bremsaktionen, weil auf einer 80-er Strecke ein solches Auto mit 45 km/h vor sich hin tuckert.

Haben diese 45-km/h-Autos wirklich einen so grossen Nutzen, dass man die Gefahren, die von ihnen ausgehen in Kauf nehmen will?


Ein Glas ist ok…

26. Februar 2009

Wie war doch die Werbekampagne der Unfallverhütung? Da sieht man ein Glas Bier und den Spruch 0,5 Promille, Ein Glas ist ok.

1 Glas ist ok

1 Glas ist ok

Wenn dem so ist, dann kann ich die aktuelle Aufregung um anscheinend 20 % abweichende Alkoholmessgeräte der Polizei nicht verstehen.

Bei einem Grenzwert von 0,5 Promille sind nämlich 20 % genau 0,1 Promille.

Das würde dann ungefähr einem kräftigen Schluck Bier entsprechen. Und es will mir doch hier niemand sagen, dass dieser eine Schluck Bier über die Fahrfähigkeit entscheiden kann (ich höre schon den entsetzten Aufschrei, den diese Aussage auslösen wird…).

Aber, mir ist die Rechtssicherheit halt mehr Wert. Solche Atemluft-Testgeräte können ungenau sein, und es kann nicht angehen, dass jemand, der innerhalb des Grenzwertes liegt, also unter 0,5 Promille hat, irrtümlich bestraft würde. Und flächendeckende Bluttests sind halt auch nicht effizient oder ökonomisch.

Aber auch mit 20 % Toleranz werden die richtig alkoholisierten Fahrer ausgesiebt, und darum geht es doch. Die Leute, die zwischen 0,4 – 0,6 Promille sind, also im Bereich von einigen wenigen Schlücken Bier mehr oder weniger, dass sind nicht die schlimmen Fälle.


Drängler in der Stadt

24. Februar 2009

Heute morgen in der Stadt. Ein VW Tourag-Fahrer hält auf dem Busstreifen (!) an und lässt jemanden aussteigen. Ich fahre in dichtem Kolonnenverkehr auf der Strasse daneben, nur gerade mit Mindestabstand. Da fährt der Touareg los und drückt in den Platz vor mir, wo eigentlich kein Platz ist…

Liebe Offroader-Fahrer, mit solchem Verhalten schafft ihr euch keine Freunde. Nur weil ihr ein grosses Auto habt und eventuell (noch) ein dickes Porte-monnaie, habt ihr nicht überall Vortritt.

Ihr würdet gut daran tun, euch an die Verkehrsregeln zu halten, sonst werdet ihr noch Probleme haben, die Offroader-Initiative zu gewinnen. Ich bin ja eigentlich auch gegen ein Offroader-Verbot, aber wenn euer Verhalten auf der Strasse weiter so überheblich ist, dann wer weiss…


Immer mehr Velounfälle – Was zu tun ist.

11. Februar 2009

Meine Wahrnehmung täuscht mich halt doch nicht, auch wenn immer wieder Gegenteiliges behauptet wird. Mehrmals habe ich schon festgestellt (auch in diesem Blog), dass sich Velofahrer häufig um die Verkehrsregeln foutieren.

Da wird auf dem Trottoir gefahren, es wird bei rot über Kreuzungen gefahren, der Fussgängerstreifen wird als Radstreifen genutzt und die Velofahrer meinen dann erst noch, dass sie Vortritt hätten. Weiter werden Autos in Kolonnen rechts und links oder gar im Slalom überholt, es werden Sicherheitslinien überfahren, Radwege nicht benützt, Einbahnverkehr nicht beachtet und so weiter.

Nun hat man gemerkt, dass es immer mehr Velounfälle gibt. Endlich, möchte man fast sagen, hat man es gemerkt, dass hier etwas im Argen ist. Nun wie könnte man das Problem lösen? Hier einige Ansätze:

  • Velofahren ist nur noch mit Ausweis zu gestatten. Wer nicht schon einen Auto-, Motorrad- oder Motorfahrrad-Ausweis hat, muss, um ihn zu bekommen, eine theoretische Veloprüfung ablegen um sicherzustellen, dass auch Velofahrer die Verkehrsregeln kennen.
  • Fokus der Polizei auf Verkehrsregelsünder auf dem Velo.
  • Erhöhung der Bussen für Velovergehen auf das Niveau vom Auto, d.h. zum Beispiel, dass beim Überfahren eines Rotlichts eine Busse von Fr. 250.– fällig wird.
  • Anbringen eines Nummernschildes, wie beim Motorfahrrad, damit Fotos von Verkehrskameras (z.B. Blitzkästen bei roten Ampeln) und Zeugenaussagen auf den Halter schliessen lassen. Damit kann man auch die scheinbare Anonymität, hinter der sich viele Velosünder verstecken, aufheben.
  • Ausweisentzüge bei schweren Verkehrsdeliken (analog zum Auto).

Busbenützer sind die Egoisten

22. Januar 2009

Uns Autofahrern wird ja häufig vorgeworfen, dass wir Egoisten seien und uns im Verkehr auch so verhalten.

Nun aber zum Busbenützer: Der Bus hält am rechten Strassenrand. Von links rennen einzelne Leute ohne auf den Verkehr zu schauen über die Strasse. Sie wollen ja unbedingt diesen Bus noch erreichen. Derweil schreitet eine Traube aussteigender Leute vor und hinter dem Bus, ohne auf den Verkehr zu schauen, über die Strasse, statt die Fussgängerunterführung zu benützen. Der Autofahrer schaut dann schon…

Das ist egoistisches ich, ich, ich-Verhalten.