4. Mai 2009
Eigentlich wollte ich etwas kürzer treten mit Kommentaren zum Verkehr in und um Zürich. Die Aktualität und die Dreistigkeit von Bundesrat Leuenberger und seinen nationalen wie auch kantonalen Verkehrsdepartementen veranlassen mich dazu, mich wieder mal zu äussern:
- Die Westtangente in der Stadt Zürich wird geschlossen, bevor die Westumfahrung eröffnet wird. Nur Naive sehen nicht, dass das zu Staus führen muss. Da wurde bewusst der Autofahrer schikaniert. Man müsste die beiden Strecken mindestens 1 – 2 Wochen parallel laufen lassen, bis sich der Verkehrsfluss über die neue Autobahn eingependelt hat.
- Kommentare des städtischen Verkehrsdepartementes, dass man „nicht mit so viel Verkehr“ gerechnet hat legen offen, dass die Verantwortlichen keine Ahnung von den Verkehrsflüssen haben. Erschreckend. Aber was erwartet man mit einer Grünen wie Frau Genner im Stadtrat? Sie kümmert sich nur um Velowege… die sind wirtschaftlich ja auch wichtiger als die unzähligen Stunden, die Arbeitnehmer im Stau verbringen, oder?
- Dann noch zu anderen Nadelöhren: Die Nord-Süd-Achse am Gotthard und am San Bernardino war am Wochenende auch komplett zu. Dort bräuchte es nicht nur neue Tunnel, sondern bis dahin auch vernünftig denkende Verkehrslenker. Auf der San Bernardino-Route wird z.B. ein kleinerer Tunnel saniert. Nur 1 Spur steht für den gesamten Verkehr abwechslungsweise für die Nord- und die Südrichtung zur Verfügung. Am Sonntag Abend staut sich daher von Süden her der Verkehr auf 6 – 8 Kilometern. Von Norden her sind es gerade mal 100 – 200 Meter Stau… Trotzdem wird stur der Verkehrsfluss via Norden gleich lang aufgehalten wie derjenige nach Süden. Dabei könnte man die paar Autos, die nach Süden wollen über die Kantonsstrasse führen und den Fluss richtung Norden kontinuierlich aufrechterhalten. Man müsste nur wollen – das ist ein politischer Entscheid!
Bedenkt diese Tatsachen einmal. Und denkt wieder daran, wenn ihr das nächste Mal wählen geht. Leute, die das zu verantworten haben, sollte man nicht wiederwählen. Das betrifft nicht nur SP (Leuenberger) und Grüne (Genner), sondern auch die SVP (Kägi).
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Verfasst von autofahrer
22. September 2008
Gestern im Sonn-Talk von Telezüri wurde die scheinbar neuste Idee der Radarfallensteller kurz thematisiert. Generell soll die Toleranzgrenze von bisher mindestens 5 km/h auf nun generell 3 km/h gesenkt werden.
Ich will ja nicht das zu schnelle Fahren in irgend einer Weise verteidigen, aber ich möchte auch nicht jede zweite Sekunde des Fahrens mit einem Blick auf den Tacho verbringen, das erhöht nämlich die Sicherheit überhaupt nicht, im Gegenteil, es lenkt meine Aufmerksamkeit von der Strasse auf den Tacho!
Einen Unterschied von 5 km/h kann ich ungefähr abschätzen. Ich weiss also, dass ich zu schnell oder zu langsam bin, ohne immer auf den Tacho zu schauen. Aber 3 km/h sind so wenig, dass ich das wahrscheinlich nicht mehr vom Gefühl her abschätzen kann. Zudem zeigen die gängigen Tachos mit den Zeigern die Geschwindigkeit eh in 5er Schritten an, sind also zu ungenau. Dazu kommt, dass die Tachos immer eine höhere als die effektive Geschwindigkeit anzeigen.
Die Folge einer Senkung der Toleranz wäre folgende: Jedermann müsste jederzeit akribisch genau auf seinen Tacho schauen. Es gäbe mehr Unfälle wegen Unaufmerksamkeit bzw. weil die Leute auf den Tacho statt auf die Strasse schauen. Weiter würde jeder z.B. innerorts auf den Strich 50 km/h oder weniger auf dem Tacho haben. Effektiv würde damit so etwa mit 40 – 45 km/h durch die Dörfer getuckert, was riskante Überholmanöver von denjenigen auslösen würde, die wissen, wie schnell ihr Auto effektiv fährt und gerne die erlaubten 50 km/h fahren möchten.
Kurz gesagt, so eine Regelung würde noch mehr Hektik in den Strassenverkehr bringen und mehr Unfälle auslösen.
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Verfasst von autofahrer
10. September 2008
Ich wurde kürzlich gefragt, wieso ich in der Region Zürich mit dem Auto pendle, und nicht mit dem Zug. Nun, das hat vor allem zeitliche und ökonomische Gründe.
Weder arbeite ich, noch wohne ich in der Nähe eines Bahnhofes. Ich müsste also auf dem Arbeitsweg 2 Mal umsteigen (vom Bus auf die Bahn, dann wieder von der Bahn auf den Bus). Da die Busse notorisch unpünktlich sind, müsste ich viel Zeit einplanen für die 2 Umsteigevorgänge, was den Arbeitsweg gegenüber dem Auto zeitlich verdoppeln würde.
Auch versuchte ich, mit dem Auto an den Bahnhof zu fahren, um einen Umsteigevorgang zu eliminieren. An Bahnhöfen gibt es aber keine garantierten Parkplätze, und die first-come, first-serve Parkplätze sind auch noch teuer (mein Parkplatz bei der Arbeit ist da noch billiger). Also wieder keine Option.
Wenn die Politik wirklich ehrlich das Umsteigen auf die Bahn fördern wollte, dann müsste sie eigentlich die Parkplätze für Bahnkunden an Bahnhöfen gratis und in genügender Zahl anbieten. Man könnte die Kosten ja in die Billete einpreisen (die Autofahrer zahlen ja via Mineralölsteuer schon genug an den öffentlichen Verkehr).
Ich habe aber den Verdacht, dass man das nicht tun will, weil die Bahn die Kapazität für die dadurch entstehenden Mehrpassagiere gar nicht hat. Man macht es sich einfach. Man zeigt mit dem Finger auf die „bösen“ Autofahrer und tut alles, damit man weiterhin auf sie zeigen kann (sprich: schafft keine Anreize, die Pendler auf die Bahn zu holen), anstatt mal konstruktive Lösungen zu bringen.
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Politik, Umwelt, Verkehrsplanung |
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Verfasst von autofahrer
5. September 2008
Immer wird dem Autofahrer Schuld gegeben an der Umweltverschmutzung. Neben der Tatsache, dass der Autofahrer nur einen kleinen Teil an die Umweltverschmutzung beiträgt würde man, wenn man konstruktiv wäre, lieber auf die Autoindustrie eindreschen als auf den Anwender, der schliesslich mit dem fahren muss, was im Angebot steht.
So gibt es zum Beispiel die Start-Stopp-Automatik, die den Motor z.B. bei längeren Rotphasen automatisch ausschaltet bereits. Die Automatik stellt den Motor so ab, dass die Nebensysteme (z.B. Entertainment) weiter am laufen bleiben und er beim Neustart sofort zur Verfügung steht und schneller anspringt. Siehe auch Artikel in N24.
Man könnte sogar noch weiter gehen. Die Ampeln könnten Funk-Impulse aussenden, kurz bevor sie auf grün gehen, die dann die Autos rechtzeitig anspringen lassen. Die Technik dazu wäre umsetzbar, und es wäre dem Autofahrer wie auch der Umwelt gedient. Aber nein, man macht lieber den Autofahrer zum Sündenbock und behält ihn als Sündenbock. Das ist einfacher als neue (eventuell aber die wirklichen) Schuldige an der Umweltverschmutzung zu suchen.
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Ampeln, Politik, Technologie, Umwelt, Uncategorized |
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Verfasst von autofahrer