Was ein autofreier 22. September bringt.

27. Mai 2009

Die Stadt Zürich will schon jeden Blödsinn mitmachen. Jetzt soll wieder ein autofreier Tag eingeführt werden, der 22. September. Dieser Tag ist ein Dienstag. Der normale Bürger, die normale Bürgerin muss an diesem Tag zur Arbeit. So macht ein Autofahrverbot in der Stadt Zürich nicht nur den Autofahrern das Leben zur Hölle, sondern auch den Bahnfahrern, die dann in den übervollen Zügen erst recht keinen Platz mehr finden.

Und was bringt es sonst noch? Ich war an diesem 22. September 1997 in Frankreich mit dabei. Die Franzosen nahmen es aber nicht so streng mit dem „Fahrverbot“. Das war mehr Propaganda und wurde überhaupt nicht konsequent durchgezogen. Wie ich die Zürcher kenne, werden die es penibel genau nehmen und Bussen verteilen… wobei wir dann auch schon dabei wären, was es bringt – zusätzliche Einnahmen in der Bussenkasse. So einfach ist das!


Die Menschheit ist ja so klug…

29. Januar 2009

In der NZZ von heute bin ich auf einen sonderbaren Artikel aufmerksam geworden. Dort wird plakativ festgestellt, dass das Eis immer weniger wird. Es wird dann aufgeführt, dass in den Alpen im Jahr 2007 die Eisdicke um 2,5 bis 3 Meter abnahm, dass weltweit die Eisdicke um durchschnittlich 70 bis 80 cm abnahm, dass in Skandinavien und Nordamerika einige Zunahmen zu verzeichnen seien, aber in Südamerika der Saldo durchwegs negativ sei. Bla, bla, bla, soweit eigentlich einem Qualitätsblatt unwürdig.

Es wird dann weiter festgehalten, dass der Gletscherverlust in den letzten Jahren höchst überdurchschnittlich sei. Und in einem Nebensatz wird dann noch erwähnt, dass die internationale Gletscherbeobachtung seit 1984 nach einheitlichen Methoden gemacht wird.

Betrachtet man die 25 Jahre seit man systematisch beobachtet in einem grösseren Kontext, z.B. seit der letzten Eiszeit oder seit dem Aussterben der Dinosaurier, dann ist es schon ein bisschen gewagt, die Klimawandel-Apokalypse auf solche und ähnliche Studien zu gründen…

Derzeit wird der kleinste Strohhalm dazu verwendet, aus Klimawandel-Gründen auf die Autofahrer los zu gehen. Das muss aufhören, dann kann man beginnen, ernsthaft darüber zu diskutieren und zu forschen, ob es einen Klimawandel gibt und ob der Mensch allenfalls etwas dagegen tun kann.


Handel mit CO2 Emissionen, nein danke!

19. Januar 2009

Der WWF, Greenpeace und der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) kommen mit einer neuen Schnapps-Idee gegen das Auto (siehe Tagesanzeiger). Mit den Emissionen von CO2 von den Autos soll ein Handel aufgebaut werden und man setzt die Grenze bei 80 g CO2 pro Kilometer.

Nebst der dadurch entstehenden gewaltigen Administration geht es vor allem darum, den Autofahrern wieder eine neue Steuer zur Last zu legen, nach der sich ständig erhöhenden Mineralölsteuer, der „temporären“ Autobahnvignette, der Motorfahrzeugsteuer, etc. etc.

Solche Ideen muss man mit allergrösstem Widerstand bekämpfen. Über neue Steuern der Autofahrer kann man dann diskutieren, wenn die Bahn und der übrige ÖV endlich seine Kosten selber trägt und nicht von den Autofahrern quersubventioniert werden muss.

Und den Herren vom VCS scheint noch nicht aufgefallen zu sein, dass viele ihrer Busse auch CO2 ausstossen und dass die Bahn hauptsächlicher Verursacher von Feinstaub ist. Aber dort, wo es effektiv wäre, will man aus ideologischen Gründen natürlich nicht ansetzen.


Club der Autolosen ist total weltfremd!

5. Januar 2009

Die NZZ rechnet uns heute vor, dass rund eine Million Einwohner in der Schweiz ohne Auto lebt. So weit so gut. Je weniger Leute ein Auto haben, desto weniger Stau gibt es. Das ist aus Sicht eines Auto-Pendlers durchaus zu begrüssen.

Weiter wird aufgeführt, dass vor 4 Jahren ein „Club der Autofreien“ gegründet wurde, der die Interessen dieser Gruppe vertreten will. Auch nach vier Jahren zählt dieser Club aber nur rund 1000 Mitglieder, also genau einen Tausendstel der Autolosen. Bei diesen Zahlen kann also nicht von effektiver Vertretung dieser Gruppe durch diesen Club gesprochen werden.

Dass die Autolosen nun auch noch Steuererleichterungen für diese Gruppe fordern ist geradezu absurd. Die Autolosen müssen ja schon keine Mineralölsteuer zahlen, keine Motorfahrzeugsteuer und ihre Bahn wird noch durch den Autofahrer quersubventioniert.

Wenn so etwas durchkommt, dann will ich dann aber keinen Fussgänger und Velofahrer und schon gar keinen Bus mehr sehen, der die Strasse mitbenützt. Denn die Strassen wurden auch für diese Leute gebaut, ohne dass sie mit irgend einer Steuer für Unterhalt und Erweiterung beitragen.

Und es zeugt auch von mangelndem Solidaritätsgedanken der Städter gegenüber der Landbevölkerung. Der Grossteil der Autolosen lebt nämlich in Städten. Dort kann man wegen dem guten ÖV schon ohne Auto leben, auf dem Land ist das wegen der schlechten Anbindung an den ÖV aber oft gar nicht realistisch. Wenn man der weiteren Verstädterung entgegenwirken will, sollte man solche Forderungen einmal überdenken, bevor man sie stellt. Gemütlicher würde es nämlich dadurch in der Stadt auch nicht…


Abblenden, liebe Kollegen!

31. Dezember 2008

Auch Nachts fahren sie herum, die unkonzentrierten, die mit dem Natel am Ohr, die Ignoranten, die Grünen, die Schleicher und alle weitere, die sich keinen Deut darum kümmern, ob sie den Gegenverkehr mit Vollicht blenden oder nicht.

Wenn ihr den Aufwand nicht auf Euch nehmen wollt, kurz vom Vollicht auf das Abblendlicht zu wechseln, damit auch der Entgegenkommende noch etwas sieht, dann fahrt mit der Bahn!

Meine Beobachtungen haben gezeigt, dass es sich bei diesen Sündern meist um Leute mit alten, ungepflegten Kleinwagen handelt, also wahrscheinlich um Grüne, die meinen dass sie damit noch etwas für den Umweltschutz tun. Oder dann sind es Schleicher, die sich auch mit Vollicht nicht mehr als 60 km/h ausserorts zu fahren getrauen. Ansonsten sind es Leute, die gerade am Handy sind oder in der Handtasche „nuschen“. Allen diesen Beispielen sollte man den Ausweis entziehen. Beim Autofahren hat man sich zu konzentrieren auf das Fahren – basta!

Und noch etwas. Das Vollicht erst wieder einschalten, wenn man am entgegenkommenden Auto vorbei ist, nicht kurz davor – denn auch das blendet immens. Oder was denkt ihr euch eigentlich dabei?


Was sind „temporäre“ Sofortmassnahmen?

22. Dezember 2008

Ich erinnere mich, dass man früher auf Strassen ausserorts mit Tempo 100 und auf Autobahnen mit Tempo 130 fahren durfte. Nun wurde ich darauf aufmerksam, wieso wir heute Tempo 80/120 haben.

Es ist nicht die Verkehrs-Sicherheit, es sind nicht Raserprobleme, es ist nicht eine höhere Verkehrsdichte, nein, es war das Waldsterben.

Diese Massnahme wurde in den 80er-Jahren als Sofortmassnahme gegen das Waldsterben eingeführt. Nun, da das Waldsterben ein für alle mal erledigt ist und der Autoverkehr offenbar nicht schuld daran war, lässt man die Regelung trotzdem einfach bestehen.

Solche Aktionen sind die Gründe, weshalb man gegen alle „temporären“ Massnahmen im Verkehrsbereich sein muss. Grundsätzlich muss man z.B. gegen „befristete“ Mineralsteuererhöhungen zur Autobahnfinanzierung und gegen „temporäre“ Temporeduktionen wegen Feinstaub, etc. sein. Sonst wird’s über die Hintertüre zu einem permanenten Zustand.


Tesla Roadster, ein „gutes“ Elektroauto

14. November 2008

Der Öl- und Benzinpreis befindet sich zwar im freien Fall, langfristig ist jedoch weiterhin mit einem steigenden Trend für die Benzinkosten zu rechnen, da es sich bei Erdöl nun einmal um eine endliche Rohstoffquelle handelt.

Und endlich machen auch die Automobilhersteller wieder etwas vorwärts um uns Konsumenten ein Auto zu bieten, das uns unsere Mobilitätswünsche auch ohne Benzin zu verbrennen ermöglicht. Zwar verstehe ich noch nicht ganz, wieso man da nicht schneller vorwärts macht, aber immerhin bin ich wieder einmal auf ein neues Objekt gestossen, diesmal etwas erschwinglicher als der Lightning GT.

Der Tesla Roadster ist ein amerikanisches Produkt mit beachtlichen Leistungsdaten. Von 0 – 100 in 4 Sekunden, Batteriereichweite von 350 km, Batterielebensdauer von 160′000 km, Batterieladedauer von 3,5 Stunden und Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h. Nur der Preis ist mit rund Fr. 150′000.– noch etwas hoch für ein Spassmobil.

Die Preise für soche Autos sinken langsam, vielleicht kommt schon bald das erste für das breite Publikum erschwingliche Elektro-Auto das auch dem Fahrer Spass macht auf den Markt.


Verbandsbeschwerderecht jetzt einschränken!

3. November 2008

Das Verbandsbeschwerderecht soll mit einer Initiative eingeschränkt werden (Abstimmung am 30.11.2008). Dabei geht es kurz gesagt darum, dass Verbände keine Beschwerde mehr führen können, wenn das Volk ein Vorhaben gutgeheissen hat.

Damit soll verhindert werden, dass Verbände sich während dem Bewilligungsverfahren von Projekten dem Gespräch entziehen und nach der Bewilligung eine Beschwerde einreichen, die ein Projekt verzögern oder gar verunmöglichen. Bei einer Annahme der Initiative müssten auch diese Verbände sich von Beginn weg einbringen.

Was heisst das für Autofahrer: Unbedingt die Initiative annehmen!

Wir Autofahrer wollen unsere Autos parken können. Letzhin entbrannte vor allem daran der Streit, dass die Verbandsbeschwerde immer wieder gegen den Bau von Parkplätzen eingesetzt wurde.

Dieser Unsinn wäre dann – neben anderen - nicht mehr möglich. Es wurde ja noch nie bewiesen, dass auch nur 1 Auto weniger unterwegs ist, nur weil ein paar Parkplätze weniger gebaut werden konnten. Nein, die Autos stehen dann einfach für Stunden mit laufendem Motor in der Schlange, bis ein Parkplatz frei wird… und das soll auch noch umweltfreundlich sein?


Ist das nun die Klimaerwärmung?

30. Oktober 2008

Wir schreiben den 30. Oktober und die Schweiz versinkt im Schnee. So früh hat es seit Jahren nicht mehr bis ins Flachland hinunter geschneit.

Bei alle Hysterie um die globale Klimaerwärmung muss ich heute Morgen sagen, dass ich mir eine “Erwärmung“ anders vorstelle.

War es eventuell doch nur ein kurzer Trend in die eine Richtung, der nun von einem Trend in die andere Richtung abgelöst wurde? Hat sich der Mensch eventuell doch dabei überschätzt, wenn er annahm er könne das Klima erwärmen – ja geradezu beeinflussen? Gibt es eventuell doch stärkere Einflussfaktoren auch das Klima, wie Abstand Erde-Sonne, Vulkanausbrüche, Neigungswinkel der Erde, etc.?

Angesichts der Tatsachen sollten all die selbsternannten Verkünder der Klimakatastrophe vielleicht einmal etwas kürzer treten…


Nein zum Road-Pricing

25. September 2008

Ich habe es ja in meinem Beitrag Die Autogegner vorhergesagt, dass der Anti-Auto-Lobby auch dann noch Ideen gegen den Individualverkehr in den Sinn kommen, wenn dereinst Autos umweltneutral unterwegs sind.

In einem Interview mit der NZZ hat diese Befürchtung nun gar Bundesrat Moritz Leuenberger bestätigt. Dort sagt er ganz unscheinbar im letzten Satz auf die Frage nach dem von ihm propagierten Road-Pricing:

„…Anderseits denken wir voraus, um die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur in einer späteren Zeit zu sichern, wenn die Fahrzeuge nicht mehr mit Erdöl betrieben werden und die Mineralölsteuern zurückgehen oder ganz versiegen. Es geht also um eine verursachergerechte Alternative für die Ablösung des heutigen Systems und nicht darum, zu mehr Geld zu kommen. “

Leuenberger plant also, den Individualverkehr weiter zu schröpfen, auch wenn die Autos dannzumal umweltfreundlich fahren. Sein Kreuzzug ist eindeutig ideologisch gegen das Individuelle gerichtet, anders kann das nicht interpretiert werden.

Dieser Bundesrat sollte zurücktreten und die Planung der künftigen Verkehrssysteme Leuten überlassen, die etwas davon verstehen. Klar muss auch der künftige Strassenverkehr finanziert werden. Man muss dann aber von Transferkosten von A nach B sprechen, die gleich teuer sein müssen, egal welches Verkehrsmittel man wählt. Darum darf man schon heute präventiv keinem Road-Pricing zustimmen!