Linke gefährden Sicherheit auf der Strasse

19. Mai 2009

Der Zürcher Kantonsrat hat gestern entschieden, dass künftig die Gemeinden das Hoheitsrecht über Fussgängerstreifen haben sollen, und nicht mehr die Kantonspolizei. Als Grund wird angefügt, dass die Kantonspolizei zu restriktiv sei bei der Bewilligung von Fussgängerstreifen. Sie gewichte die Gewährleistung eines flüssigen Verkehrsflusses höher.

Ich kann da der Kantonspolizei nur zustimmen. Wenn inskünftig in jeder Gemeinde alle paar Meter ein Fussgängerstreifen ist, auf dem die Fussgänger Vortritt haben und sowieso unachtsam auf diesen hinauslaufen, dann ist es vorbei mit flüssigem Verkehr. Dann haben wir Stau in allen Gemeinden, dauernd. Ob das die Wohn- und Lebensqualität heben wird, bezweifle ich.

Man kann ja die Strasse mit der gebotenen Vorsicht auch ohne Vorhandensein eines Fussgängerstreifens überqueren. Der Fussgängerstreifen stellt an exponierten Orten ja sowieso nur eine Schein-Sicherheit für den Benutzer dar. Wo die Autofahrer z.B. aufgrund der Sichtverhältnisse nicht mehr rechtzeitig bremsen können, bringt ein Fussgängerstreifen wenig. Die Polizei war bisher dafür besorgt, dass die Fussgängerstreifen nicht so angebracht wurden oder entfernt wurden, was die Sicherheit erhöhte und die Anzahl Unfälle verringerte. Ich denke nicht, dass die Gemeindebehörden überall mit dieser Umsicht und schon gar nicht mit dieser Konsistenz planen werden…

Und wer war für diesen kurzsichtigen Entscheid im Kantonsrat verantwortlich? Die Linken mit Hilfe der CVP. Dagegen haben sich geschlossen die FDP und die SVP gestellt. Liebe Autofahrer, berücksichtigt dies bitte. Wählt bei den nächsten Wahlen nur FDP oder auch SVP. Für mehr Sicherheit und Freiheit – auch auf der Strasse!


Unglaublich ungenaue Staumeldungen im Radio

1. April 2009

Heute morgen, 8.00 h, Staumeldungen im Radio: A1 vom Baregg-Tunnel bis zum Autobahnkreuz Verzweigung Limmattal, 15 Kilometer Stau.

Auch heute Morgen, 8.00 h, auf genau dieser Autobahn. Vom Baregg bis Dietikon freie Fahrt. Dann 4 Kilometer Stau vor dem Gubristtunnel.

Aber: Wegen der falschen Staumeldung verlassen alle panikartig die Autobahn. Vor den Autobahnausfahrten kommt es zu gefährlichen Rückstaus bis in die Autobahn hinein. Die Hauptstrassen im Furttal und im Limmattal sind verstopft, etc.

Die Staumeldungen müssten endlich mal genauer werden, es müssten Sensoren in die Leitplanken eingebaut werden und die Navigationssysteme müssten verlässliche Staudaten liefern. So einfach wäre es Folgeunfälle zu verhindern. Das wäre doch auch ein Stück „Vision zero“ oder „Via Sicura“, lieber Herr Bundesrat Leuenberger…


Vorsicht bei Mobility-Fahrern

11. März 2009

In letzter Zeit ist mir das häufig aufgefallen: Fahrer von Mietwagen, z.B. von den unverkennbaren, roten Mobility-Fahrzeugen, fahren gefährlich.

Da gibt es welche, die auf unübersichtlichen Strassenabschnitten beinahe stillstehen, solche, die bei Abzweigungen mehrere Fahrspuren belegend ganze Kreuzungen blockieren. Andere bekunden grösste Mühe beim Parkieren, vor allem wenn dies seitwärts geschehen soll. Wieder andere trauen sich offenbar nicht, die auf Autobahnen übliche und angezeigte Geschwindigkeit zu fahren oder sind bei dichtem Verkehr und vielen Ampeln schlicht überfordert.

Das ganze wird wohl mit einer fehlenden Fahrpraxis zu tun haben, oder auch damit, dass die Führerprüfung schon eine schöne Zeit zurückliegt und die betreffenden Fahrer sich weder durch genügend Fahrpraxis noch durch Erinnerung der Verkehrsregeln bewusst sind.

Anstatt die Autofahrer pauschal zu Wiederholungskursen zu senden, wie das u.a. auch Via Sicura fordert, würde man besser die Fahrpraxis (z.B. gefahrene Kilometer pro Jahr) ansehen und nur die zum Fahrtraining senden, die keine genügende Praxis aufweisen (ähnlich wie bei Piloten). Das würde die Strassen effektiv sicherer machen…


Abschaffung von 45 km/h-Autos

3. März 2009

In Via Sicura Massnahme 209, Verbesserung der Sichtbarkeit aller Fahrzeuge, heisst es: Der Bundesrat hat mit Beschluss vom 16. Januar 2008 in der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS75) vorgeschrieben, dass Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h mit einer Heckmarkierungstafel auszurüsten sind.

Dies Heckmarkierungstafel ist ja gut und recht. Meiner Meinung nach sollte man aber mal überprüfen, ob man Autos mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit überhaupt zulassen soll, oder wofür man diese Kategorie überhaupt braucht?

Wenn man die Verkehrssicherheit erhöhen will, sollte man diese Kategorie ganz aufheben. Immer wieder kommt es nämlich zu haarsträubenden Überholmanövern oder unvermittelten Bremsaktionen, weil auf einer 80-er Strecke ein solches Auto mit 45 km/h vor sich hin tuckert.

Haben diese 45-km/h-Autos wirklich einen so grossen Nutzen, dass man die Gefahren, die von ihnen ausgehen in Kauf nehmen will?


Ein Glas ist ok…

26. Februar 2009

Wie war doch die Werbekampagne der Unfallverhütung? Da sieht man ein Glas Bier und den Spruch 0,5 Promille, Ein Glas ist ok.

1 Glas ist ok

1 Glas ist ok

Wenn dem so ist, dann kann ich die aktuelle Aufregung um anscheinend 20 % abweichende Alkoholmessgeräte der Polizei nicht verstehen.

Bei einem Grenzwert von 0,5 Promille sind nämlich 20 % genau 0,1 Promille.

Das würde dann ungefähr einem kräftigen Schluck Bier entsprechen. Und es will mir doch hier niemand sagen, dass dieser eine Schluck Bier über die Fahrfähigkeit entscheiden kann (ich höre schon den entsetzten Aufschrei, den diese Aussage auslösen wird…).

Aber, mir ist die Rechtssicherheit halt mehr Wert. Solche Atemluft-Testgeräte können ungenau sein, und es kann nicht angehen, dass jemand, der innerhalb des Grenzwertes liegt, also unter 0,5 Promille hat, irrtümlich bestraft würde. Und flächendeckende Bluttests sind halt auch nicht effizient oder ökonomisch.

Aber auch mit 20 % Toleranz werden die richtig alkoholisierten Fahrer ausgesiebt, und darum geht es doch. Die Leute, die zwischen 0,4 – 0,6 Promille sind, also im Bereich von einigen wenigen Schlücken Bier mehr oder weniger, dass sind nicht die schlimmen Fälle.


Die Strasse schafft Arbeit.

16. Februar 2009

Der Strassenverkehr schafft Arbeitsplätze, und das nicht zuwenig. Dazu kann das neue Vademecum 2009 des Verbands Strasse Schweiz konsultiert werden.

Im Jahr 2007 wurden in der Schweiz fast 100 Milliarden Franken in der Automobilbranche umgesetzt. Das wurde durch fast 22′000 Betriebe mit über 250′000 Mitarbeitenden geschafft.

Wer also hier immer wieder den Strassenverkehr am liebsten abschaffen möchte, der mache sich dann aber auch noch Gedanken, was mit der Viertelmillion zusätzlichen Arbeitslosen zu tun ist und erkläre diesen Leuten warum sie keinen Job mehr haben sollen…


Investiert wird in Radargeräte…

12. Februar 2009

Anstatt in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wird neuerdings wieder in die Radargeräte investiert. Dabei werden die Dinger immer raffinierter, so soll nun die Abschnittsgeschwindigkeit gemessen werden. Damit will man verhindern, dass Autofahrer kurz vor dem Radarkasten abbremsen und danach wieder Gas geben.

Eigentlich ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass Temposünder bestraft werden. Es ist einfach zu hoffen, dass die Toleranzen nicht bei 3 km/h auf 120 km/h sind. Sonst kann man auch auf der Autobahn das Auge nicht mehr auf den Verkehr sondern nur noch auf den Tacho richten.

Weiter ist zu hoffen, dass da nicht wirklich Unsummen investiert werden. Die meisten Autofahrer sind nämlich schon  heute ehrlich und fahren im Rahmen des Erlaubten. Zugunsten dieser Autofahrer würde man wirklich das Geld besser in die Infrastruktur investieren.

Und zu guter Letzt ist zu hoffen, dass diese Installationen dort angebracht werden, wo es effektiv gefährlich ist, wenn man schnell unterwegs ist und wo man wirkliche Raser aus dem Verkehr ziehen kann. Nur so erreicht man nämlich das Ziel, dass die Strassen sicherer werden und die Autofahrer sich subjektiv korrekt behandelt fühlen. Wenn man mit dem System beginnt zu „tüpfli-schissere“, dann wird man schnell eine Lobby gegen sich aufbringen…


Peinlich, peinlich… NEAT

9. Februar 2009

Wieder ein peinlicher Fehler der im Departement von Herrn Leuenberger angesiedelt werden muss. Die Zufahrtstunnel der NEAT sind zu klein, moderne EU-40-Tönner mit 4 Meter Eckhöhe können auf der Zufahrtsstrecke zum Gotthard NEAT Basistunnel etwa 30 Tunnel (total 20 km Länge) und 70 Brücken nicht passieren.

Ja, richtig gelesen. Wir bauen etwas für 30 Milliarden und man „vergisst“ abzuklären, ob man das überhaupt benutzen kann… Das ist fast so schlimm wie die Fehler, die die UBS gemacht haben. Der einzige Lichtblick ist, dass es „nur“ halb so teuer ist…

Aber die Lösung ist ja kein Problem. Noch ein bisschen mehr von unserem Steuergeld, unseren Renten oder unseren anderen Gebühren nehmen und die paar Tunnelchen ausbauen und Brücken neu bauen. Mit Geld kann man ja alles lösen, hauptsache es ist das Geld der anderen.


Winterthurs Südostumfahrung braucht es!

3. Februar 2009

Nach dem schönen und entspannenden Thema gestern (ja, liebe Neider, auch jemand der für die Rechte des Autofahrers kämpft, darf mal einen Tag ausspannen…) muss ich heute leider wieder ein etwas ernsthafteres Thema aufgreifen.

Wenn man sehen will, wie unser Bundesrat den Verkehrskollaps beschleunigt oder zumindest nichts dagegen tun, der soll doch einmal folgenden Artikel im Tagesanzeiger lesen.

Der Bundesrat im fernen Bern denkt, dass die Südostumfahrung von Winterthur nicht nötig sei. Der Stadtrat von Winterthur, der die Probleme aus der Nähe betrachten kann und durch die tägliche Involviertheit die Lösungen kennt, sieht das natürlich ganz anders.

Ja, der Stadtrat von Winterthur treibt neben der Forderung nach der Südostumfahrung auch die Suche nach Alternativlösungen voran. Er bietet also zu allerlei Hand. Nur der Verkehrsminister ist ideologisch verbohrt und sagt stur einfach „nein“. Da sieht man die Seriosität von Herrn Leuenberger – er will einfach nicht einsehen, dass die Bahn alleine die Schweiz nicht erschliessen kann.


Unaufmerksamkeit wird selten geahndet…

27. Januar 2009

Gemäss einem Bericht von 20 Minuten nimmt die „Unaufmerksamkeit“ im Strassenverkehr zu. Im Jahr 2008 gab es einen Anstieg um 7,5 % auf etwas mehr als 8500 Fälle und den entsprechend daraus resultierenden Unfällen.

Es handle sich dabei vor allem um Ablenkung durch Telefon, Navi und anderer Kommunikations- und Multimediaelektronik.

Es ist schon klar, wieso das passiert. Die Polizei konzentriert sich lieber auf Parksünder und auf „s’radärle“. Das ist viel einfacher, als systematisch die Vieltelefonierer im Auto zu schnappen. Bundesrat Leuenbergers „Vision Zero“ wird dadurch ins lächerliche gezogen. Die falschen Zielvorgaben von seinem Verkehrsdepartement haben zu diesen Zuständen geführt.

Man muss nur mit offenen Augen herumfahren. Überall sieht man telefonierende Leute mit dem Handy am Ohr – nur die Polizei sieht sie nicht…