30. September 2008
Man hat es schwer, die Rechte von Autofahrern zu vertreten. Tritt man für mehr Busse und Bahnen ein ist man der Held. Fordert man Strassen und mehr Platz auf Strassen wird mal als selbstsüchtig, egoistisch und als quengelndes Kleinkind dargestellt. Soviel zu Solidarität und Sozialverhalten von Autogegnern.
An einigen Kommentaren in diesem Blog kann man das deutlich sehen. Sowohl der Inhalt – worüber man sich ja noch streiten könnte – aber vor allem der Umgangston qualifizieren diese Aussagen, weshalb sich eine Replik erübrigt. Nur soviel:
Tatsache ist, dass die Autofahrer wohl solidarischer sind als die Benutzer des öffentlichen Verkehrs. Die Bahn ist in der Schweiz alles andere als kostendeckend. Nur kurz zum Vorrechnen:
- Beiträge aus der Staatskasse: 1,4 Milliarden Franken pro Jahr
- Beiträge aus der Mineralölsteuer: 2,3 Milliarden pro Jahr
All diejenigen, die nie in eine Bahn oder einen Bus steigen zahlen also über 3,5 Milliarden Franken für etwas, das sie nie brauchen. Und da soll mir ja keiner mehr damit kommen, dass Autofahrer nur für sich selber schauen – die Tatsachen sprechen das Gegenteil!
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Verfasst von autofahrer
29. September 2008
Wer derzeit durch den Aargau fährt sieht, dass dort Nationalrat Urs Hofmann den ganzen Kanton mit Wahlplakaten zugepflastert hat. Er will Regierungsrat werden.
Aus seiner Homepage kann man entnehmen, was der Linkspolitiker in der Verkehrspolitik vor hat. Er will eine, Zitat: “…eine Verkehrspolitik, die den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Langsamverkehr einen hohen Stellenwert einräumt…“.
Wir brauchen nicht noch mehr Exekutivpolitiker, die das Auto, die Strasse und den Individualverkehr verteufeln. Bundesrat Leuenberger und auch die grüne Stadträtin Genner in Zürich sind schon genug.
Ich ermuntere jeden, der im Aargau wählen gehen kann, jemand anderes als Urs Hofmann zu wählen. Damit im Aargau auch in Zukunft wenig Stau und flüssiger Verkehr herrscht.
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Verfasst von autofahrer
26. September 2008
Bisher habe ich immer die ÖV-Gurus und diejenigen, für die das Auto und die Strassen des Teufels sind, lachen gehört wenn es darum ging dass neue Strassen abgelehnt wurden oder neue Steuern für Autos bzw. höhere Benzinpreise Realität wurden.
Nun scheint es, als komme der Bumerang zurück. Die Bahn hat ja faktisch ein Monopol. Wenn man es auf der Ebene der Transportleistung sieht allenfalls noch ein Duopol gemeinsam mit dem Strassenverkehr.
Politisch wurde nun lange der Ausbau des Strassenverkehrs blockiert. Wegen Staus und höheren Kosten mussten immer mehr Leute auf die Bahn ausweichen. Nun ist man soweit, dass die Strasse nicht mehr leistungsfähig ist und die Bahn auch voll ist. Der Leidtragende ist der Konsument, der von A nach B muss.
Jetzt spielt die Bahn die Karte aus und erhöht den Preis gerade für den Pendler, der nicht ausweichen kann. Der Artikel des Tagesanzeigers von heute zeigt das sehr gut auf. Nun muss ich etwas schmunzeln. Die Verhinderungspolitik im Strassenverkehr hat schlussendlich dazu geführt, dass die Bahn die Marktmacht hat, so etwas tatsächlich zu tun.
Weiterhin allen Bahnfahrern viel Spass, auch bei höheren Preisen…
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Verfasst von autofahrer
25. September 2008
Ich habe es ja in meinem Beitrag Die Autogegner vorhergesagt, dass der Anti-Auto-Lobby auch dann noch Ideen gegen den Individualverkehr in den Sinn kommen, wenn dereinst Autos umweltneutral unterwegs sind.
In einem Interview mit der NZZ hat diese Befürchtung nun gar Bundesrat Moritz Leuenberger bestätigt. Dort sagt er ganz unscheinbar im letzten Satz auf die Frage nach dem von ihm propagierten Road-Pricing:
„…Anderseits denken wir voraus, um die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur in einer späteren Zeit zu sichern, wenn die Fahrzeuge nicht mehr mit Erdöl betrieben werden und die Mineralölsteuern zurückgehen oder ganz versiegen. Es geht also um eine verursachergerechte Alternative für die Ablösung des heutigen Systems und nicht darum, zu mehr Geld zu kommen. “
Leuenberger plant also, den Individualverkehr weiter zu schröpfen, auch wenn die Autos dannzumal umweltfreundlich fahren. Sein Kreuzzug ist eindeutig ideologisch gegen das Individuelle gerichtet, anders kann das nicht interpretiert werden.
Dieser Bundesrat sollte zurücktreten und die Planung der künftigen Verkehrssysteme Leuten überlassen, die etwas davon verstehen. Klar muss auch der künftige Strassenverkehr finanziert werden. Man muss dann aber von Transferkosten von A nach B sprechen, die gleich teuer sein müssen, egal welches Verkehrsmittel man wählt. Darum darf man schon heute präventiv keinem Road-Pricing zustimmen!
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Verfasst von autofahrer
24. September 2008
Die Schweizer Autokennzeichen sollen sich gemäss Meldungen von verschiedenen Zeitungen in Format und Inhalt ändern, weil Zürich als erster Kanton wohl die Grenze von 1 Million Kennzeichen überschreiten wird.
Das hat in den Zeitungskommentaren ziemlich grosse Resonanz ausgelöst. Natürlich auch, weil noch wenig bekannt darüber ist, wie diese Änderung umgesetzt werden wird, was es kosten soll und vor allem weil es eine Änderung ist. Viele Leute, die viel Geld für eine tiefe Nummer ausgegeben haben befürchten natürlich zurecht, dass sie einen Wertverlust erleiden werden.
Grundsätzlich ist ein Wegfall des Kantons aus dem Autokennzeichen zu befürworten. Es macht ja keinen Sinn, dass jemand, nur weil er in Zürich ein AG oder in Bern ein FR am Auto hat, weggehupt oder gefährlich überholt wird.
Aber: Bitte die Umsetzung so kostenneutral wie möglich machen. D.h. nur wer eine neue Nummer (z.B. bei Kantonswechsel, Neulenker) beziehen muss oder für seine alte Nummer eine neue Platte haben will, soll umsteigen. Wer sein altes Stück Blech behalten will, soll dies tun können solange er will.
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Verfasst von autofahrer
23. September 2008
Wieso wird eigentlich der öffentliche Verkehr gegenüber dem Privatverkehr immer privilegiert. Fast bei jeder Kreuzung gehen die Ampeln für die Autofahrer auf rot wenn ein Bus auch nur schon in die Nähe der Kreuzung kommt.
Sind denn eigentlich Autofahrer Strassenbenutzer zweiter Klasse? Wenn es der Zufall will, kommen die Busse im Zeitabstand der Grünphase. Das verkürzt natürlich dann die effektive Grünphase um ca. die Hälfte, was einen Riesenstau auslöst. Und dazu sind dann diese Busse meist noch halb leer…
Mit diesem Sonderzüglein sollte man sofort aufhören. Auch Busbenutzer sollen im Stau stehen, genau so wie die Autofahrer dies auch tun müssen. Vielleicht sieht dann ja der eine oder andere Grüne ein, dass es mehr Strassen braucht um den täglichen Pendelverkehr zu schlucken.
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Verfasst von autofahrer
22. September 2008
Gestern im Sonn-Talk von Telezüri wurde die scheinbar neuste Idee der Radarfallensteller kurz thematisiert. Generell soll die Toleranzgrenze von bisher mindestens 5 km/h auf nun generell 3 km/h gesenkt werden.
Ich will ja nicht das zu schnelle Fahren in irgend einer Weise verteidigen, aber ich möchte auch nicht jede zweite Sekunde des Fahrens mit einem Blick auf den Tacho verbringen, das erhöht nämlich die Sicherheit überhaupt nicht, im Gegenteil, es lenkt meine Aufmerksamkeit von der Strasse auf den Tacho!
Einen Unterschied von 5 km/h kann ich ungefähr abschätzen. Ich weiss also, dass ich zu schnell oder zu langsam bin, ohne immer auf den Tacho zu schauen. Aber 3 km/h sind so wenig, dass ich das wahrscheinlich nicht mehr vom Gefühl her abschätzen kann. Zudem zeigen die gängigen Tachos mit den Zeigern die Geschwindigkeit eh in 5er Schritten an, sind also zu ungenau. Dazu kommt, dass die Tachos immer eine höhere als die effektive Geschwindigkeit anzeigen.
Die Folge einer Senkung der Toleranz wäre folgende: Jedermann müsste jederzeit akribisch genau auf seinen Tacho schauen. Es gäbe mehr Unfälle wegen Unaufmerksamkeit bzw. weil die Leute auf den Tacho statt auf die Strasse schauen. Weiter würde jeder z.B. innerorts auf den Strich 50 km/h oder weniger auf dem Tacho haben. Effektiv würde damit so etwa mit 40 – 45 km/h durch die Dörfer getuckert, was riskante Überholmanöver von denjenigen auslösen würde, die wissen, wie schnell ihr Auto effektiv fährt und gerne die erlaubten 50 km/h fahren möchten.
Kurz gesagt, so eine Regelung würde noch mehr Hektik in den Strassenverkehr bringen und mehr Unfälle auslösen.
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Verfasst von autofahrer
19. September 2008
Die Schweizer Verkehrsregelverordnung, Art. 13, Abs. 1 besagt: „Die Fahrzeugführer müssen frühzeitig einspuren. Sie haben auch einzuspuren beim Abbiegen ausserhalb von Strassenverzweigungen und, soweit möglich, auf schmalen Strassen“.
Es ist haarsträubend, was für Leute sich auf unseren Strassen tummeln, von denen in den Klatsch-Zeitungen à la 20 Minuten, Blick, etc. nie die Rede ist, die aber trotzdem meines Erachtens grosse Verkehrssünder sind.
Ich fahre auf einer Strasse innerorts hinter einem etwas unkoordiniert fahrenden Auto her. Geschwindigkeit 35 km/h statt der erlaubten 50 km/h, das Auto hält sich nicht gerade auf der Fahrbahn sondern schwenkt von links nach rechts und wieder zurück. Ich halte genügend Abstand, da mir die Situation gefährlich erscheint.
Das Auto kommt an eine Kreuzung, wo man entweder links oder rechts abbiegen muss. Offenbar weiss der Fahrer nicht, wohin er will. Zuerst wird links eingespurt, dann gebremst, dann erstmals geblinkt, aber rechts. Dann steht er still, ohne Blinker. Da ich rechts will habe ich mich inzwischen vorsichtig herangetastet und bin im Begriff auf der rechten Einspurstrecke vorbeizufahren. Da fährt das Auto ganz abrubt an und schwenkt rechts. Im letzten Moment kann ich anhalten damit es keinen Crash gibt. Der andere Autofahrer hat mich die ganze Zeit nie gesehen…
Das sind Verkehrssünder, meine Damen und Herren. Ja, ich weiss, es ist nicht so spektakulär wie ein Porsche der mit 250 km/h morgens um 4.00 h alleine auf der Autobahn fährt, aber für andere Verkehrsteilnehmer genau so gefährlich!
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Verfasst von autofahrer
18. September 2008
Ich bin kürzlich wieder einmal via Gotthard Richtung Süden gefahren. Gemeldet war ein Stau von 4 km vor dem Nordportal. Daher entschloss ich mich, über den Pass zu fahren. Ist viel schöner und, wenn ich die Autobahn in Amsteg verlasse, habe ich kein Stau – dachte ich…
Nun, was passierte: Vor Erstfeld war eine Ampel auf rot und der Verkehr staute sich dort auch schon. So verbrachte ich fast 2 Stunden vor Erstfeld in einem Stau, der für mich unnötig war. Ich wollte ja gar nicht durch den Tunnel. Und dieser Stau wurde in den Verkehrsmeldungen nie gemeldet. Man liess die Leute einfach ins offene Messer laufen.
Aus welchen Gründen dieser künstliche Vor-Stau produziert wird, weiss ich nicht, aber eine Staumeldung wäre das Mindeste gewesen. Ich hätte die Autobahn schon in Flüelen verlassen können und ruhig über den Pass fahren können. Aber man kann Staus ja auch künstlich verlängern…
Wie auch immer, derzeit wird in den eidg. Räten die Alpentransitbörse diskutiert. Die Idee ist ja nicht schlecht aus Autofahrersicht. Je weniger Lastwagen auf der Strasse durch den Gotthard fahren, desto mehr Platz hat es für die Autos. Leider ist diese Alpentransitbörse aber sehr wahrscheinlich nur eine weitere surreale Mogelpackung. Erstens hat die Bahn bis zur NEAT-Eröffnung die Kapazitäten nicht und zweitens will mal damit nur Stimmung gegen die 2. Autobahnröhre am Gotthard machen.
Anstatt Alpentransitbörse, überall rote Ampeln und ähnliche bürokratische und ineffiziente Systeme würde man besser die Lastwagen obligatorisch auf die Bahn verladen (und zwar alle ausser den Lokalverkehr) und die Kapazitäten bei der Bahn dafür schaffen. Damit hätte es dann auch genug Platz für den übrigen Verkehrsfluss. Das wäre gerade und ehrliche Politik.
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Verfasst von autofahrer