Wanderer und Pensionäre weg von der Strasse!

4. Juni 2009

Im Berufsverkehr im Stau zu stehen macht keinen Spass. Aber noch weniger Spass macht es, Verkehrsteilnehmer in den Zeiten des Berufsverkehrs auf der Strasse zu sehen, die nicht unbedingt dann unterwegs sein müssten.

Als Arbeitnehmer hat man keine grosse Chance, auszuweichen. Man muss gewisse Blockzeiten einhalten. Aber ich sehe immer häufiger zwischen 7.00 h und 9.00 h folgende Leute auf der Strasse:

  • Pensionierte: Ihres Alters wegen leicht zu erkennen. Verstopfen nicht nur unnötigerweise die Strasse, sondern fahren auch noch gefährlich unsicher und oft zu langsam, d.h. sind regelrechte Verkehrshindernisse
  • Asylbewerber: Ein Auto voll mit zwei fremdländisch aussehenden Herren und zwei bis drei Damen in Kopftüchern macht auch nicht gerade den Eindruck, auf dem Arbeitsweg zu sein…
  • Arbeitslose/Freizeitverkehr: Schwieriger vom restlichen Verkehr zu differenzieren. Aber das fröhliche Wandergrüppchen kann man immer noch an ihren Kleidern vom Berufspendler unterscheiden

Für all diese Leute sollte im Berufsverkehr am Morgen wie auch am Abend Fahrverbot gelten. Das würde die Strassen für den Berufsverkehr entscheidend entlasten. Der Rentner kann seine Einkäufe ja auch zwischen 10 Uhr und 15 Uhr machen, wenn die anderen am Arbeiten sind (-> was zudem auch die Warteschlange am Abend an der Kasse der Läden verkürzt). Und das Wandergrüppchen soll ruhig entweder früh raus oder dann halt gerade etwas später, nach dem Berufsverkehr.

Für einmal dürften mich da auch die Bahnpendler verstehen, dort scheint es das Problem ja auch zu geben, dass Leute, die nicht zwingend unterwegs sein müssten, den Berufspendlern die letzten Sitzplätze wegschnappen.


Was ein autofreier 22. September bringt.

27. Mai 2009

Die Stadt Zürich will schon jeden Blödsinn mitmachen. Jetzt soll wieder ein autofreier Tag eingeführt werden, der 22. September. Dieser Tag ist ein Dienstag. Der normale Bürger, die normale Bürgerin muss an diesem Tag zur Arbeit. So macht ein Autofahrverbot in der Stadt Zürich nicht nur den Autofahrern das Leben zur Hölle, sondern auch den Bahnfahrern, die dann in den übervollen Zügen erst recht keinen Platz mehr finden.

Und was bringt es sonst noch? Ich war an diesem 22. September 1997 in Frankreich mit dabei. Die Franzosen nahmen es aber nicht so streng mit dem „Fahrverbot“. Das war mehr Propaganda und wurde überhaupt nicht konsequent durchgezogen. Wie ich die Zürcher kenne, werden die es penibel genau nehmen und Bussen verteilen… wobei wir dann auch schon dabei wären, was es bringt – zusätzliche Einnahmen in der Bussenkasse. So einfach ist das!


Linke gefährden Sicherheit auf der Strasse

19. Mai 2009

Der Zürcher Kantonsrat hat gestern entschieden, dass künftig die Gemeinden das Hoheitsrecht über Fussgängerstreifen haben sollen, und nicht mehr die Kantonspolizei. Als Grund wird angefügt, dass die Kantonspolizei zu restriktiv sei bei der Bewilligung von Fussgängerstreifen. Sie gewichte die Gewährleistung eines flüssigen Verkehrsflusses höher.

Ich kann da der Kantonspolizei nur zustimmen. Wenn inskünftig in jeder Gemeinde alle paar Meter ein Fussgängerstreifen ist, auf dem die Fussgänger Vortritt haben und sowieso unachtsam auf diesen hinauslaufen, dann ist es vorbei mit flüssigem Verkehr. Dann haben wir Stau in allen Gemeinden, dauernd. Ob das die Wohn- und Lebensqualität heben wird, bezweifle ich.

Man kann ja die Strasse mit der gebotenen Vorsicht auch ohne Vorhandensein eines Fussgängerstreifens überqueren. Der Fussgängerstreifen stellt an exponierten Orten ja sowieso nur eine Schein-Sicherheit für den Benutzer dar. Wo die Autofahrer z.B. aufgrund der Sichtverhältnisse nicht mehr rechtzeitig bremsen können, bringt ein Fussgängerstreifen wenig. Die Polizei war bisher dafür besorgt, dass die Fussgängerstreifen nicht so angebracht wurden oder entfernt wurden, was die Sicherheit erhöhte und die Anzahl Unfälle verringerte. Ich denke nicht, dass die Gemeindebehörden überall mit dieser Umsicht und schon gar nicht mit dieser Konsistenz planen werden…

Und wer war für diesen kurzsichtigen Entscheid im Kantonsrat verantwortlich? Die Linken mit Hilfe der CVP. Dagegen haben sich geschlossen die FDP und die SVP gestellt. Liebe Autofahrer, berücksichtigt dies bitte. Wählt bei den nächsten Wahlen nur FDP oder auch SVP. Für mehr Sicherheit und Freiheit – auch auf der Strasse!


Die erste Baustelle auf der neuen Westumfahrung!

12. Mai 2009

Es ist ja schon unglaublich, was sich das Zürcher Baudepartement leistet. Da wird nun für mehr als 13 Jahre an der Westumfahrung gebaut, und der Eröffnungstermin vom 4. Mai 2009 war schon seit längerer Zeit bekannt.

Da dürfte man doch annehmen, dass dann eine Woche später, am 12. Mai 2009 nicht bereits wieder eine erste Baustelle auf der Westumfahrung vorhanden ist. So viel Planung würde ich sogar einem Beamtenapparat zumuten.

Die Realität ist leider anders. Autobahnausfahrt Urdorf-Nord, heute morgen: Baustelle ist signalisiert. Verengung der Ausfahrt auf 1 Spur, keine Bauarbeiter in Sicht, jedoch ein gefährlicher Rückstau bis auf die Autobahn.

Was plant das Baudepartement eigentlich genau??


Stau kann nicht „wegdemonstriert“ werden!

11. Mai 2009

Linken und Grünen Kreisen, die sich immer als Mehrheitsvertreter in ihrem Kampf gegen das Auto sehen, ist wieder mal die Realität vorgeführt worden. Ihre absurde Demo für den Abriss der Hardbrücke letzten Samstag wird heute in den Medien wie folgt kommentiert: „Trotz mehr als 40 Organisationen und Parteien, die zur Teilnahme aufgerufen hatten, haben sich am Samstagmittag nur rund 200 Personen am Demonstrationszug vom Bullingerplatz über die Hardbrücke und die Rosengartenstrasse hinauf zum Schulhaus Nordstrasse beteiligt. Bei den anfänglichen Reden auf dem Bullingerplatz waren nicht viel mehr als 30 Leute anwesend gewesen.

Man muss zwei Sachen klar sehen:

  • Die Hardbrücke steht für den Nord-Süd-Verkehr (und kann einmal durch den Stadt- oder Seetunnel ersetzt werden). Die Westumfahrung hat mit der Hardbrücke nichts zu tun. Der Seetunnel sollte schnellstens umgesetzt werden, um die Stadt zu entlasten.
  • Wenn es 40 Organisationen nur schaffen, rund 200 Leute zusammenzubringen (5 Leute pro Organisation), könnte es eventuell sein, dass nicht mal die Basis dieser 40 Organisationen und Parteien hinter deren Anliegen steht. Die Fundamentalopposition gegen die Mobilität sollte endlich aufgegeben werden. Die Enpässe im Strassennetz sollten zügig beseitigt werden, das ÖV-Netz parallel dazu auch der Bevölkerungsentwicklung angepasst werden. Nur so können wir uns zivilisiert weiterentwickeln.

Staus sind Umweltverschmutzung und unnötiger Zeitverlust, der unnötige Kosten verursacht. Und da niemand freiwillig in einen Stau geht, bringt es auch nichts, ihn „wegreden“ oder „wedemonstrieren“ zu wollen. Die Leute brauchen die Mobilität und müssen von A nach B kommen, damit die Wirtschaft funktioniert. Und die Aufgabe des Staates als Infrastruktur-Versorger ist es, die nötigen Wege dafür zur Verfügung zu stellen.


Das Verkehrschaos hat Gründe!

4. Mai 2009

Eigentlich wollte ich etwas kürzer treten mit Kommentaren zum Verkehr in und um Zürich. Die Aktualität und die Dreistigkeit von Bundesrat Leuenberger und seinen nationalen wie auch kantonalen Verkehrsdepartementen veranlassen mich dazu, mich wieder mal zu äussern:

  • Die Westtangente in der Stadt Zürich wird geschlossen, bevor die Westumfahrung eröffnet wird. Nur Naive sehen nicht, dass das zu Staus führen muss. Da wurde bewusst der Autofahrer schikaniert. Man müsste die beiden Strecken mindestens 1 – 2 Wochen parallel laufen lassen, bis sich der Verkehrsfluss über die neue Autobahn eingependelt hat.
  • Kommentare des städtischen Verkehrsdepartementes, dass man „nicht mit so viel Verkehr“ gerechnet hat legen offen, dass die Verantwortlichen keine Ahnung von den Verkehrsflüssen haben. Erschreckend. Aber was erwartet man mit einer Grünen wie Frau Genner im Stadtrat? Sie kümmert sich nur um Velowege… die sind wirtschaftlich ja auch wichtiger als die unzähligen Stunden, die Arbeitnehmer im Stau verbringen, oder?
  • Dann noch zu anderen Nadelöhren: Die Nord-Süd-Achse am Gotthard und am San Bernardino war am Wochenende auch komplett zu. Dort bräuchte es nicht nur neue Tunnel, sondern bis dahin auch vernünftig denkende Verkehrslenker. Auf der San Bernardino-Route wird z.B. ein kleinerer Tunnel saniert. Nur 1 Spur steht für den gesamten Verkehr abwechslungsweise für die Nord- und die Südrichtung zur Verfügung. Am Sonntag Abend staut sich daher von Süden her der Verkehr auf 6 – 8 Kilometern. Von Norden her sind es gerade mal 100 – 200 Meter Stau… Trotzdem wird stur der Verkehrsfluss via Norden gleich lang aufgehalten wie derjenige nach Süden. Dabei könnte man die paar Autos, die nach Süden wollen über die Kantonsstrasse führen und den Fluss richtung Norden kontinuierlich aufrechterhalten. Man müsste nur wollen – das ist ein politischer Entscheid!

Bedenkt diese Tatsachen einmal. Und denkt wieder daran, wenn ihr das nächste Mal wählen geht. Leute, die das zu verantworten haben, sollte man nicht wiederwählen. Das betrifft nicht nur SP (Leuenberger) und Grüne (Genner), sondern auch die SVP (Kägi).


Absurd – Leere Busse blockieren den Verkehr!

21. April 2009

Eine Absurdität sondergleichen habe ich heute festgestellt. Es ist ja schon ungerecht, wenn Busse an sich separate Spuren haben und Ampeln für die übrigen Verkehrsteilnehmer auf rot stellen können. Warum sollte eine Person die im Bus sitzt gegenüber einer Person die im Auto sitzt bevorzugt behandelt werden? Umsomehr, weil der Autofahrer für seine Kosten selber aufkommt und erst noch den Busfahrer via Mineralölsteuer quersubventioniert…

Aber heute habe ich festgestellt, dass auch leere Busse, die auf „Dienstfahrt“ sind, die Busspur nutzen und den übrigen Verkehr aufhalten, indem Kreuzungen für alle anderen Verkehrsteilnehmer blockiert werden mit einer roten Ampel. Solches Gebahren ist absolut inakzeptabel und sollte mit einem Hupkonzert der Autofahrer quittiert werden – als Protest.


Unglaublich ungenaue Staumeldungen im Radio

1. April 2009

Heute morgen, 8.00 h, Staumeldungen im Radio: A1 vom Baregg-Tunnel bis zum Autobahnkreuz Verzweigung Limmattal, 15 Kilometer Stau.

Auch heute Morgen, 8.00 h, auf genau dieser Autobahn. Vom Baregg bis Dietikon freie Fahrt. Dann 4 Kilometer Stau vor dem Gubristtunnel.

Aber: Wegen der falschen Staumeldung verlassen alle panikartig die Autobahn. Vor den Autobahnausfahrten kommt es zu gefährlichen Rückstaus bis in die Autobahn hinein. Die Hauptstrassen im Furttal und im Limmattal sind verstopft, etc.

Die Staumeldungen müssten endlich mal genauer werden, es müssten Sensoren in die Leitplanken eingebaut werden und die Navigationssysteme müssten verlässliche Staudaten liefern. So einfach wäre es Folgeunfälle zu verhindern. Das wäre doch auch ein Stück „Vision zero“ oder „Via Sicura“, lieber Herr Bundesrat Leuenberger…


Steuern der Autofahrer für die Autofahrer einsetzen!

20. März 2009

Eine neue Schnappsidee von den Linken rund um den VCS wurde heute als Intitiative eingereicht. Die Hälfte der zweckgebundenen Treibstoffabgaben (Mineralölsteuer) sollen für den öffentlichen Verkehr eingesetzt werden und zudem soll die ÖV-Förderung auch noch in die Verfassung geschrieben werden.

Wenn man solche Nachrichten liest, kommt einem erst mal die Galle hoch. Dann sieht man, dass jetzt schon fast 50 % der Mineralölsteuer nicht in den Privatverkehr fliesst. Und dann möchte man ob solcher Initiativen einfach am liebsten sagen: Ihr kriegt schon viel; ihr seid nicht zufrieden mit dem was ihr kriegt? Dann sollt ihr jetzt gar nichts mehr kriegen. Abgaben der Autofahrer sollten NUR für Autofahrer eingesetzt werden. Macht doch die Billete so teuer wie die ineffizienten ÖV-Strukturen es halt erfordern, damit kostendeckend geleistet werden kann.

Auf den zweiten Blick, wenn man die Zornesröte nicht mehr im Gesicht hat, muss man es dann etwas relativieren. Wer will denn schon die ganzen links-grünen Pseudo-Öko-Fritzen mit ihren umweltverpestenden Deux-Chevaux schon schleichend auf der Strasse vor sich haben :-) Eine zweckmässige Bahninfrastruktur braucht es. Man muss nur nicht jeden Nostalgie-Zug oder 50-Plätzer-Bus ins hinterletzte Dorf finanzieren wollen, wo dann im Durchschnitt 2 Leute drin sitzen – dafür kann man Taxis chartern. Besser baut man Hauptverkehrsachsen aus und baut mit dem Geld der Autofahrer grosse Gratisparkhäuser an den Bahnhöfen, damit diese dort sinnvoll parkieren und auf den ÖV umsteigen können. So kann man Bahn und Strasse gleichmässiger auslasten und im Endeffekt mehr Leute von A nach B befördern.

Aber mit einer so einseitigen und ideologisch getriebenen Initiative wird es sicherlich nicht gehen!


SBB ist teuer, kann aber wegen Defekt nichts verkaufen…

16. März 2009

Zwei zufällig parallel erscheinende Nachrichten wecken heute meine Aufmerksamkeit. Einerseits wird der SBB beschienen, eine der teuersten Bahnen in Europa zu sein, andererseits funktionieren deren Verkaufsstellen (die Billetautomaten) tagelang nicht.

Die Billetautomaten sind auch sonst ein Stein des Anstosses: Seit letztem Jahr wird dort sukzessive eine neue Software eingesetzt, die leider komplizierter ist als die „dubeli-sichere“ Vorgängerversion. Viele Leute brauchen damit eine Ewigkeit um ihr Billet zu lösen, was natürlich zu langen Schlangen und verpassten Zügen führt.

Der „dumme“ ist aber bei Defekt wie bei langen Schlangen der Kunde. Man hat dann die Wahl entweder den Zug zu verpassen oder beim Lösen im Zug einen unverhältnismässig hohen Zuschlag oder bei der Selbstkontrolle sogar eine Busse zu bezahlen.

Ich kann dazu nur eines raten: Navi kaufen und mit dem Auto fahren!